Goldwaschen mit Geschichte

170 Jahre alt wäre er heute, am 23. April, geworden - der letzte Goldgewerke des Raurisertals und Pionier Ignaz Rojacher.

Nicht nur durch den Goldbergbau hat sich Rojacher einen Namen gemacht: er war es, der Telefon und Strom ins Raurisertal brachte und 1886 Europas höchste, dauerhafte Wetterstation am 3.106 m hohen Sonnblick erbauen ließ. Die Telefonleitung führte damals schon vom ehemaligen Gasthof Post in Rauris - heute Elektro Groder - bis Kolm Saigurn und auf den Sonnblick. Von einer Weltausstellung in Paris nahm Rojacher einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Hause und sorgte somit dafür, dass man im Raurisertal bereits vier Jahre früher Strom hatte als in der Stadt Salzburg! Ein echter Vordenker also, der "Kolm Naz", wie er in Rauris auch genannt wird.

Mit Rojacher starb Ende des 19. Jahrhunderts dann auch der Goldbergbau im Raurisertal. Heute stehen unseren Besuchern drei Goldwaschplätze zur Verfügung, um sich als Goldwäscher zu versuchen. Ab Ende Mai, wenn die Goldwasch-Saison auf den Goldwaschplätzen Bodenhaus, Heimalm und Sportalm wieder startet, können kleine und große Schatzsucher feine Goldflitter aus dem Wasser waschen und sich bei Lehrgängen wertvolle Tipps holen. Wanderer entdecken auf dem Tauerngoldrundwanderweg und dem Tauerngold-Erlebnisweg im Talschluss Kolm Saigurn Ruinen von Knappenhäusern.

Wenn Sie mehr erfahren möchten über Ignaz Rojacher, den Goldbergbau und die Geschichte des Raurisertals, ist ein Besuch im Talmuseum und in der Zimmererhütte oder eine geführte Tour durch Rauris das Richtige für Sie. Und wer sich mit echten Goldwasch-Profis messen will, nimmt an unserer RAURIS OPEN Goldwasch-Meisterschaft teil, die von 11. bis 13. Juli 2014 stattfindet.

Weitere Informationen zum Tal der Goldes



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